sinnvolle-zusatz.de

Versicherungspflichtgrenze

Ein Teil des Zugangs zur privaten Krankenversicherung wird durch den Gesetzgeber über die Versicherungspflichtgrenze gesteuert. Arbeitnehmer sind grundsätzlich in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherungspflichtig. Erst wenn ihr regelmäßiges Jahresarbeitsentgelt bzw. das Einkommen aus der Arbeitnehmertätigkeit die Versicherungspflichtgrenze übersteigt, werden sie versicherungsfrei und können wählen, ob Sie in der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig versichert bleiben oder sich privat krankenversichern.
Zum 01.01.2003 wurde die Versicherungspflichtgrenze um 13 Prozent auf 3.825 Euro im Monat angehoben. Dadurch wurde rund 750.000 Personen der Zugang zur privaten Krankenversicherung verwehrt. Im Jahr 2014 beträgt die Versicherungspflichtgrenze 4.462,50 Euro im Monat. Für Arbeitnehmer, die bereits vorher in der privaten Krankenversicherung versichert waren, gilt seitdem eine andere, niedrigere Grenze, welche der Beitragsbemessungsgrenze entspricht. Die Beitragsbemessungsgrenze für 2014 sind 4.050 Euro.
Zwar wurde in den vergangenen Jahren die Versicherungspflichtgrenze immer wieder angehoben, jedoch nicht in dem Ausmaß wie 2003. Im Jahr 2011 wurde die Versicherungspflichtgrenze im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht um 37,50 Euro im Monat gesenkt. Zum 02.02.2007 wurde der Zugang zur privaten Krankenversicherung für Arbeitnehmer erneut erschwert. Mit dem GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz wurde geregelt, dass Arbeitnehmer der Jahre infolge ein Einkommen über die Versicherungspflichtgrenze nachweisen müssen, um in die private Krankenversicherung wechseln zu können.

Mit dem GKV – Finanzierungsgesetz wurde diese Dreijahresfrist für Arbeitnehmer jedoch zum 31.12.2010 wieder aufgehoben.
Stand 24.04.2014