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Tagegeldversicherungen

Krankenhaustagegeldversicherung

Für jeden Tag im Krankenhaus wird eine Vertrag festgelegt Summe an den Versicherten ausgezahlt. Das Geld kann zum Beispiel für erhöhte Kosten der Zeit des Krankenhausaufenthaltes verwendet werden. Der gesetzlich Versicherte kann seine Zuzahlungen sowie Telefon – und Transportkosten abdecken.

Krankentagegeldversicherung

Nach dem Haushaltsbegleitgesetz (HBG) von 1984 und dem Beitragsentlastungsgesetz von 1997 müssen gesetzlich versicherte Arbeitnehmer nach Ablauf der Lohnfortzahlung, die in der Regel sechs Wochen beträgt, mit einem Einkommensverlust von ca. 20% rechnen. Der Einkommensverlust ergibt sich daraus, dass ein Krankengeld in Höhe von 70% vom Bruttoeinkommen (max. 4.050 Euro im Jahr 2014), jedoch nicht mehr als 90% des Nettoeinkommens gezahlt wird. Im Jahr 2014 beträgt der kalendertägliche Höchstkrankengeld 94,50 Euro (monatlich 2.835 Euro). Davon werden zurzeit 11,975% Arbeitnehmeranteil für Arbeitnehmer mit Kindern und 12,225% für Kinderlose zur Renten- , Arbeitslosen- und Pflegeversicherung abgezogen.
Für eine und dieselbe Krankheit leistet die gesetzliche Krankenversicherung längstens für 78 Wochen innerhalb von drei Jahren eine Unterstützung. Da die eigenen Kosten wie Miete und Lebenshaltungskosten ungeachtet der Krankheit in voller Höhe weiterlaufen, empfiehlt sich der Abschluss einer Krankentagegeldversicherung, die im Anschluss an die Lohnfortzahlung die Einkommenslücke ausgleicht.

Höheres Einkommen = höhere Einkommenslücke

Für Selbstständige stellt die Einkommenssicherung eine noch größere Problematik dar. Da es hier keine Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall durch einen Arbeitsgeber gibt, spielen für diese Personengruppe der Leistungsbeginn und die Leistungsdauer eine besondere Rolle. Selbstständige und Freiberufler haben ab dem ersten Tag einen Verdienstausfall entweder in Form entgehender Gewinne, ausfallenden kalkulatorischen Unternehmerlohns oderzusätzlicher Kosten für die Beschäftigung einer Vertretung.

Beispiel:

| Ein erkrankter, niedergelassener Arzt lässt sich durch einen anderen Arzt vertreten. Hier muss der Betreffendes selbstentscheiden, wie viele Tage Erkrankung er finanziell verkraften werden, ohne einen Ersatz des Verdienstausfalles versichern zu müssen.|

Die Höhe des Krankengeldes richtet sich bei Selbstständigen und Freiberuflern nach dem Einkommen, das durch die üblichen Regeln der Einnahme – / Überschussrechnung oder die Bilanzierung festgestellt wird, abzüglich der zu zahlenden Steuern. Da das Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit und damit auch das höchstens zulässige Tagegeld oft schwanken, ist die Höhe des Tagegeldes jährlich zu überprüfen und ggf. die Anpassung beim PKV Unternehmen zu beantragen. In der Existenzgründungsphase unterliegt die Berechnung des Krankentagegeldes besonderen Regelungen, da üblicherweise keine oder nur geringe Gewinne aus dem Gewerbebetrieb anfallen. Hier gilt es, die Angebote des Marktes sorgfältig zu prüfen, um den Existenzgründer angemessen absichern zu können.

Ein wichtiger Aspekt für Selbstständige und Freiberufler ist die Absicherung der Betriebskosten. Betriebskosten sind Aufwendungen, die unmittelbar durch den Betrieb oder die Ausübung des handwerklichen Berufs bedingt sind. Es muss sich um fortlaufende Verpflichtungen handeln, die auch dann anfallen, wenn aufgrund von Arbeitsunfähigkeit der versicherten Person die Erwerbstätigkeit nicht ausgeübt werden kann. Dazu zählen Miete, Heizung, Strom, Wasser, Reinigung, laufende Kosten für Kraftfahrzuge, Telefonanlagen, Maschinen, Kosten für Personal, betriebliche Versicherung, Beiträge zu Innung sowie Abschreibungen auf langlebige Wirtschaftsgüter. Die Absicherung der Betriebskosten über eine Krankentagegeldversicherung wird von einigen Krankenversicherungsgesellschaften angeboten.

Stand 04.05.2014